Ich bin Enes Senol und komme aus Edenkoben. Heute baue ich mit KENNA — Make it Real Deutschlands erste social-native Startup-Show auf — eine Bühne für Gründer, die eine Idee haben und bereit sind, dafür zu kämpfen.
Aber der Weg hierher hatte mit einem geradlinigen Lebenslauf herzlich wenig zu tun. Und genau das ist der Punkt.
Als Kind war ich immer kleiner und leichter als die meisten anderen. Oft wurde ich unterschätzt. Damals hat mich das beschäftigt – heute weiß ich, dass genau diese Erfahrungen meinen Ehrgeiz geprägt haben.
Später kam ein Rückschlag nach dem anderen. Corona brachte meine Arbeit im Eventbereich praktisch zum Stillstand. Um über die Runden zu kommen, stand ich zwei Jahre auf dem Erdbeerfeld. Während andere auf bessere Zeiten warteten, fragte ich mich jeden Tag, wie ich mir selbst eine Zukunft aufbauen kann.
Vor drei Jahren traf ich eine Entscheidung: Ich will etwas Eigenes schaffen. Etwas, das größer ist als ich selbst.
Der Weg dahin war alles andere als einfach.
Es gab gescheiterte Projekte, schwierige Partnerschaften, finanzielle Probleme und zeitweise fast 120.000 Euro Schulden. Es gab Momente, in denen ich kurz davor war, alles hinzuschmeißen und den sicheren Weg zurückzugehen. Wahrscheinlich hätte es mir niemand übel genommen.
Aber jedes Mal habe ich weitergemacht.
Ich habe auf Freizeit verzichtet, Beziehungen geopfert, unzählige Nächte durchgearbeitet und fast alles, was ich hatte, wieder in meine Ideen gesteckt. Nicht, weil ich musste – sondern weil ich daran glaube, dass aus einer guten Idee etwas entstehen kann, das Menschen wirklich weiterbringt.
Ich wurde oft unterschätzt. Vielleicht, weil ich anders denke. Vielleicht auch, weil ich mit ADHS gelernt habe, Chancen dort zu sehen, wo andere nur Probleme sehen. Viele haben nicht daran geglaubt, dass ich etwas Großes aufbauen kann. Also habe ich mich entschieden, selbst daran zu glauben.
Genau daraus ist KENNA — Make it Real entstanden.
Nicht einfach als weitere Startup-Show. Sondern als Bühne für Menschen, die eine Idee haben und bereit sind, dafür zu kämpfen. Für Gründer, die nicht den perfekten Lebenslauf mitbringen, sondern den Mut, trotz Rückschlägen weiterzumachen.
Denn ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn niemand an dich glaubt. Und ich weiß, wie viel sich verändern kann, wenn nur eine Person dir eine Chance gibt.
Meine Vision geht weit über eine Show hinaus. Ich möchte Unternehmen aufbauen, in Startups investieren und irgendwann selbst der Mensch sein, der anderen die Chance gibt, die ich mir früher gewünscht hätte.
- Herkunft entscheidet nicht über Zukunft.
- Rückschläge sind kein Ende.
- Aus einer Idee kann etwas Großes entstehen – wenn man nicht aufgibt.